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Viel gestellte Fragen

Wie wächst die Zuckerrübe?

Die Zuckerrübe ist nur ein Teil der Rübenpflanze. Sie besteht aus grünen Blättern und einer  dicken Wurzel.  In der Sommerzeit machen die Blätter aus Luft, Wasser und Sonnenlicht Nahrung, nämlich Zucker. Dieser Zucker wird als Reservestoff für die Pflanze in der Wurzel gespeichert, die den ganzen Sommer lang wachsen kann. Im Herbst werden dann die Zuckerrüben für die Zuckerproduktion geerntet.
 

Ist es möglich, Zucker auch aus anderen Gewächsen als der Zuckerrübe zu gewinnen?

Im Laufe der Jahrhunderte hat man versucht, Zucker aus zahlreichen, verschiedenen Gewächsen zu gewinnen. Außer aus Zuckerrohr und Ahorn, die zwei bekanntesten Alternativen zur Zuckerrübe, versuchte man auch aus Trauben, Gerste, Weizen, Kartoffeln, Walnüssen, Bärenklau, Kohl, Palmen, Wurzeln und Süßholz Zucker zu extrahieren. Letztendlich liefert aber kein anderes Gewächs so viel Zucker wie die Zuckerrübe.
 

Gibt es einen Unterschied zwischen Rohrzucker und Rübenzucker?

Zucker wird sowohl aus Zuckerrohr als auch aus Zuckerrüben gewonnen. Beim Zuckerrohr befindet sich der Zucker im Stängel der Pflanze, bei der Zuckerrübe in der Wurzel. Der Nährwert der beiden Zuckersorten ist aber identisch, der Unterschied liegt nur in der Art des Wachstums. Was Zahnkaries betrifft, ist Rohrzucker nicht weniger kariös als Rübenzucker. Zuckerrohr wächst nur in tropischen Ländern, sodass bei uns kein Zucker aus Zuckerrohr, sondern nur aus Zuckerrüben gewonnen werden kann.
 

Welche (besonderen) Eigenschaften weist Zucker auf?

Zucker ist mehr als nur süß. Er verstärkt den Geschmack von z.B. gekochtem Gemüse und wirkt als Konservierungsmittel zum Beispiel in Marmelade. Zucker sorgt auch dafür, dass Eis seine cremig weiche Konsistenz erhält: Je mehr Zucker man ins Eis gibt, desto langsamer gefriert es und desto weicher wird es. Nicht nur Eis, sondern auch Schokolade schmilzt so genussvoll im Mund, weil sich Zucker darin befindet. Eine weitere Eigenschaft des Zuckers ist, dass er leicht und schnell Feuchtigkeit aufnimmt. Gibt man ein Häufchen Zucker in die Plätzchendose, bleiben die Plätzchen länger frisch. Ein Löffel Zucker in der Vase führt dazu, dass Schnittblumen länger gut aussehen, da die Blumen den Zucker für ihr Wachstum brauchen.


Wie ist der Nährwert von Zucker?

Zucker liefert, wie alle anderen Kohlenhydrate auch, 4 kcal (= 17 KJ) pro Gramm. Kohlenhydrate sind wichtige Energieträger, die der Mensch für seine tägliche Energiezufuhr braucht. Durch die Nahrung aufgenommene Kohlenhydrate werden entweder sofort verbraucht oder zeitweilig in z.B. Muskelmasse, in der Form von Glykogen, gespeichert und später abgerufen, um Energie zu liefern.


Ist Zucker ein Dickmacher?

Zucker wird oft nachgesagt, dass er dick mache. Tatsache ist, dass man dick wird, wenn nicht alle Energie, die man zu sich nimmt, verbraucht wird – und das geschieht hauptsächlich durch Bewegung. Dabei ist es völlig unerheblich, woher diese überschüssige Energie kommt: Ob das nun Kohlenhydrate (wozu auch Zucker gerechnet wird), oder Eiweiße oder Fette sind. Von Zucker wird man also nicht einfach so (zu) dick. Für ein gesundes Körpergewicht ist es vielmehr wichtig, sich ausreichend zu bewegen und mäßig und abwechslungsreich zu essen.


Wie passen Zucker und gesundes Essen zusammen?

Gelegentlich wird behauptet, dass Zucker „nicht gesund“ sei und nicht zu einer verantwortungsbewussten und ausgewogenen Ernährung passe. Tatsache ist, dass es keine schlechten Nahrungsmittel gibt, sondern nur schlechte Essgewohnheiten. Im Prinzip kann also jedes Nahrungsmittel in einer gesunden Ernährung eine Rolle spielen – auch Zucker und zuckerhaltige Produkte. Das alles Entscheidende ist die richtige Auswahl und die Menge der Nahrungsmittel, also nicht die Frage nach gut oder schlecht, sondern die nach der Kombination und Variation. Es ist z.B. wichtig, jeden Tag ausreichend Gemüse, Früchte und Vollkornprodukte zu essen, sowie mindestens anderthalb Liter Flüssigkeit zu sich zu nehmen. Zucker und gesunde Ernährung passen damit sehr wohl ausgezeichnet zusammen.
 

Woher weiß ich, ob Zucker in einem Produkt enthalten ist?

Auf allen abgepackten Essens- und Trinkwaren befindet sich eine Zutatenliste. In dieser Liste stehen alle Zutaten in der Reihenfolge ihrer Menge aufgelistet, die bei der Bereitung des Produktes verwendet wurden. Wenn Kristallzucker zugegeben wurde, steht auf der Zutatenliste „Zucker“ oder „Kristallzucker“. Ein Kilo Zucker aus dem Supermarkt enthält 100% Zucker und weist keine Zutatenliste auf, da das Produkt ausschließlich aus einer Zutat besteht: Zucker.

Wenn Rohrzucker verwendet wurde, steht häufig „Rohrzucker” und nicht „Zucker“ auf der Verpackung, obwohl letzteres ebenfalls erlaubt ist. Darüber hinaus gehört auch Glukosesirup, Fruktose und Milchzucker (Laktose) zu der Gruppe der Zucker.


Zuckerkrankheit - was ist das?

Diabetes Mellitus wird vom Volksmund auch zu unrecht „Zuckerkrankheit“ genannt. Darum denken viele Menschen, dass diese Krankheit durch zu vieles Essen von Zucker verursacht wird und man als „Zuckerkranker“ kein Zucker essen darf. Nichts ist weniger wahr! Der Begriff „Zuckerkrankheit“ stammt wohl vom hohen Glukosegehalt im Blut, auch „Blutzucker“ genannt und ist damit verwirrend, bestätigt nicht zutreffende Vorurteile und zementiert falsche Essgewohnheiten. Dieser Meinung sind auch die niederländischen Diabetesorganisationen, die versuchen, diesen Begriff richtig zu stellen.


Dürfen Diabetiker Zucker essen?

Natürlich dürfen sie! Nach den „Rijchtlijnen Goede Voeding van de Gezondheidsraad“ (Richtlinien zur guten Ernährung des Gesundheitsrates), gelten im Prinzip für Diabetiker die gleichen Ernährungsrichtlinien wie für den Rest der Bevölkerung. In diesen Richtlinien sind Kohlenhydrate, zu denen auch Zucker zählt, erlaubt. Es ist ratsam, Kohlenhydrate gleichmäßig über den Tag zu sich zu nehmen, damit der Stoffwechsel so gering wie möglich belastet wird.
Früher wurde geraten, zuckerfrei zu essen, aber diese Überzeugung ist seit den 90’ger Jahren überholt. Nichtsdestotrotz existiert in einigen Köpfen noch immer der Gedanke, dass Diabetiker „zuckerfrei“ essen müssten.
Abhängig von der Art der Diabetes, können für die Behandlung auch Medizin oder Insulin-Injektionen notwendig sein. Für die Prävention von Diabetes (mit Ausnahme des Typs 2) ist es weiter wichtig, Übergewicht zu vermeiden und dem Rat zu folgen, sich ausreichend zu bewegen.


Verursacht Zucker Zahnkaries?

Zahnlöcher entstehen, wenn Bakterien im Mundraum, genauer gesagt im Zahnbelag, Zucker aus allerlei Nahrungsmitteln in Säuren umwandeln. Dieser „Säureangriff“ auf die Zähne kann zur Auflösung des Zahnschmelzes führen. Aber unsere Zähne können sich von Natur aus gegen diesen „Säureangriff“ wehren. Nur wenn das Gleichgewicht gestört ist, z.B. indem man zu häufig zwischendurch isst oder trinkt, können allmählich Löcher entstehen. Zucker (wie z.B. Kristallzucker aber auch Fruchtzucker!) an sich verursachen keine Zahnkaries. Dafür bedarf es auch des Zahnbelages und der Bakterien.

Um Löchern vorzubeugen, ist es vor allem wichtig, zwei Mal pro Tag sorgfältig die Zähne mit einer fluorhaltigen Zahnpasta zu putzen. Das Zähneputzen entfernt den Zahnbelag und damit auch die Bakterien und macht den Zahnschmelz stärker. Darüber hinaus ist es wichtig, dass man höchstens sieben Mal pro Tag etwas isst oder trinkt, also drei Hauptmahlzeiten und vier Mal zwischendurch. Auf diese Weise haben die Zähne genügend Zeit, sich vom „Säureangriff“ zu erholen.

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