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Emissionen

Die Emission von Kohlendioxid (CO2) und Stickstoffoxid (NOx) lässt sich bei der Herstellung von Zucker leider nicht vermeiden. Diese entsteht durch die Verbrennung von Erdgas in den Dampfkesseln und Pulptrocknern. Darüber hinaus wird bei der Entlüftung und bei der Kühlung von Prozesswasser Ammoniak (NH3) freigesetzt. Ebenfalls kann es bei der Trocknung von gepresstem Pulp und dem Trocknen und Kühlen von Zucker zu Staubbildung kommen.
 
Suiker Unie bemüht sich natürlich nach Kräften, um Emissionen zu verhindern oder auf ein Mindestmaß zu beschränken. So zum Beispiel wurden die Brenner der Kesselanlagen in den Jahren 2015 und 2016 angepasst, um die sehr strengen Anforderungen in Sachen NOx zu erfüllen. Des Weiteren wurde 2016 in der Fabrik in Vierverlaten eine Großinvestition in eine Anlage zur Kondensierung von Ammoniak in eine Anzahl an Prozessdämpfen getätigt, wodurch die Emissionen in die Luft nahezu eliminiert wurde. Das Ammoniak wird kondensiert und über die Kläranlage aus dem Prozesswasser gereinigt. Diese Investition macht sich in zweierlei Art bezahlt: Es gibt weniger Geruchsbelästigung und die Ammoniakausstöße sind größtenteils reduziert.

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CO2-Fußabdruck
Mit dem CO2-Fußabdruck wird der Ausstoß von Treibhausgasen im Laufe eines bestimmtes Prozesses oder bestimmter Ketten gemessen. Seine Berechnung gibt Einblick in die Gesamtmenge der von einem Prozess, einem Produkt oder eines Unternehmens erzeugten Treibhausgasen sowie den Beitrag der jeweiligen, damit verbundenen Teile. Mit dem Ergebnis lassen sich dann geeignete Maßnahmen zur Begrenzung von Emissionen treffen. Allerdings erfolgt die Berechnung dieses Fußabdrucks weltweit noch nicht einheitlich. Eine Berechnungsmethode, die sich international immer mehr durchsetzt, beruht auf der Lebenszyklusanalyse (LZA). Hierbei handelt es sich um eine Methode zur Bestimmung dessen, wie ein Produkt die Umwelt während seines gesamten Lebenszyklus belastet.
 
Für die Berechnung des CO2-Fußabdrucks von Zucker verwendet Suiker Unie ebenfalls eine auf der LZA basierende Methode. Die Methode geht vom gesamten Produktionsprozess (Cradle-to-gate) aus, wobei das Folgende erfasst wird: Die gesamte Kette ab der Aussaat bis zum Endprodukt des Zuckers, das dann im Zuckersilo gelagert wird. Dabei werden u. a. die bei der Saatgutproduktion entstehenden Treibhausgase, die Umstände des Anbaus, wie z. B. die Menge an eingesetzten Pflanzenschutzmitteln und die Düngung des Bodens, sowie der Transport der Rüben in die Zuckerfabriken berücksichtigt. Dies umfasst selbstverständlich auch die bei der Verarbeitung der Rübe bis zum Zucker beispielsweise durch Verbrennung fossiler Energie, wie z. B. Erdgas, erzeugten Treibhausgase. Der CO2-Fußabdruck wird auf Basis der wirtschaftlichen Zuweisung für Zucker und die Nebenprodukte Rübenpulp, Betacal und Melasse berechnet.
 
Die Berechnung des CO2-Fußabdrucks unseres Rübenzuckers erfolgt jedes Jahr aufs Neue, wobei als Kommunikationswert ein 5-Jahres-Durchschnitt gebraucht wird. Dieser Durchschnittswert dient dazu, allzu große durch Schwankungen verursachte Variationen beim Ertrag pro Hektar und beim wirtschaftlichen Wert zu vermeiden. Die für den CO2-Fußabdruck wichtigsten Faktoren sind die während des Zuckerverarbeitungsprozesses verbrauchte Menge an Erdgas sowie der Zuckerertrag pro Hektar. Der immer weiter steigende Zuckerertrag beim Rübenanbau ist für den CO2-Fußabdruck günstig. Dazu gehört auch die Tatsache, dass in beiden Zuckerfabriken als Energiequelle ausschließlich noch Erdgas zum Einsatz kommt. Erdgas erzeugt weitaus weniger CO2 als es bei der Nutzung von Öl oder Kohle der Fall ist.

Suiker Unie hat sich zum Ziel gesetzt, ihren bei der Zuckerherstellung anfallenden CO2-Fußabdruck bis zum Jahr 2020 um 40 % zum Referenzjahr 1990 zu reduzieren. Im Jahr 2016 waren von dieser Reduzierung bereits gut 36 % erreicht, sodass Suiker Unie sich auf einem guten Weg befindet, dieses Ziel tatsächlich zu erreichen.
Suiker Unie ist sehr zufrieden mit seinem niedrigen CO2-Fußabdruck. Trotzdem müssen wir, wenn wir einen noch niedrigeren CO2-Fußabdruck erreichen wollen, uns auch weiterhin engagiert dafür einsetzen, den Zuckerertrag weiter zu steigern und den Energieverbrauch zu begrenzen.

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